Post #3817332
2026-07-14 08:51 UTC
"Immer wieder zeigt sich dabei dasselbe Muster: Anstelle von rationalen demokratischen Debatten, bei denen unterschiedliche Perspektiven miteinander ausgehandelt werden, formieren sich jeweils zwei Seiten, die sich gegenseitig anschreien. So als ginge es in der Politik nicht mehr darum, andere Positionen zu verstehen und im Gespräch nach einer Übereinkunft zu suchen, sondern darum, Bekenntnisse abzulegen darüber, auf welcher Seite man steht."
https://www.fr.de/fr7/der-moment-als-es-kippte-94391728.html
Replies (1)
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@musenhain@friendica.andreaskilgus.de 2026-07-14 20:30
@cocolowres@mstdn.social Es war eben noch nie so einfach, eine Blase zu finden, die stets ins Geheule einstimmt und die eigene Meinung stärkt und bestätigt. Und selbst, wenn es zwischendurch im Gebälk knirscht, was ja gerade im linken Spektrum gerne mal vorkommt, ist die nächste Blase nicht weit. Da brüllt sich's leicht in Richtung der Unwählbaren. Es gibt also leider kaum noch Zwang, sich auf Kompromisse zu einigen. Zumindest nicht auf abstrakter bzw. größerer Ebene. Je dichter die Differenzen beieinander wohnen, umso größer wird allerdings auch wieder die Kompromissfähigkeit. Weil das Scheitern bzw. dessen Konsequenz dann eben unmittelbar zu erleben ist.