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2026-07-12 16:44 UTC
Das IKRK wird jetzt ihr Emblem auf ihre IT-Systeme einführen. Entwickelt von der ETH Zürich.
Was diese bedeutet hab ich 2023 für die Republik.ch aufgeschrieben:
Der Hackerangriff von 2021 wirkte kurz demoralisierend auf das IKRK.
Doch er bestärkte die Organisation in ihrer eingeschlagenen Strategie.
2022 wurde deshalb ein Projekt forciert, das schon lange in der Pipeline steckte: die Schaffung eines digitalen Emblems zum humanitären Schutz von Daten. Es soll Server und Datenzentren von humanitären Organisationen spezifisch kennzeichnen.
Das Signal an Kriegsparteien im Netz wäre dasselbe wie jenes des Roten Kreuzes auf Ambulanzfahrzeugen oder Spitälern in Kriegsgebieten: Nicht angreifen! «Ähnlich wie beim Grundsatz, dass das IKRK Camps niemals in der Nähe von Militärstützpunkten aufbaut, müssen wir uns jetzt überlegen: Wie setzen wir so etwas im Cyberspace um?», sagt Marelli. «Wie signalisieren wir potenziellen Angreifern, dass das, was sie ins Visier nehmen wollen, geschützt ist?»
Doch locken die markierten Server nicht erst recht Angreifer an?
Der IKRK-Cyberdelegierte Marelli hört diese Frage nicht zum ersten Mal. Er findet: Gerade deshalb müsse das Emblemkonzept in allen Varianten simuliert und getestet werden, um Erfahrungen zu sammeln. Und diese Tests für ein digitales IKRK-Update werden nun in zwei geschützten Datenzentren stattfinden, die in Bissen und in Bettemburg in Luxemburg stehen.
https://www.republik.ch/2023/07/31/wie-sich-das-internationale-rote-kreuz-neu-erfindet-und-wie-die-schweiz-dabei-verliert
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