2026-07-08 09:19 UTC
@elottermann@kirche.social
Ja, extrem teurer Netzausbau.
Beispiel: Die ÜNB sollen jetzt 45 Mrd. investieren. Die Bundesregierung erwartet, dass die jährliche Stromrechnung für private Haushalte dadurch um ca. 42 Euro (brutto) ansteigt. Siehe Gesetzentwurf
https://dserver.bundestag.de/btd/21/061/2106128.pdf
Insgesamt stehen nach bisherigen Planungen aber Investitionen von 700 Mrd. bei VNB und ÜNB an. Das bedeutet bei obigem Verhältnis, dass die Stromkosten pro Haushalt um 650 Euro steigen, was einer Erhöhung des kWh-Preises um 18 Cent/kWh entspricht. Selbst wenn der Stromverbrauch von 500 auf 1000 TWh steigt, wären es noch 9 Cent/kWh zusätzlich für Netzausbau.
Mit Digitalisierung, Batterien und Flexibilisierung lässt sich der nötige Netzausbau wahrscheinlich auf etwa 300 Mrd. begrenzen. Aber wir bekommen Digitalisierung, Batterien und Flexibilisierung eben nicht hin.
Und das ist ja nicht der einzige Treiber für den Strompreis. U.a. neue Gaskraftwerke werden auch für 2-4 Cent/kWh Kostenanstieg sorgen.
Replies (1)
-
@elottermann@kirche.social 2026-07-08 09:32
@guido3@infosec.exchange Mit der Struktur seiner VNB scheint mir D in einer unlösbaren Sackgasse zu stecken. So lange man daran nichts ändern will, sind alle Annahmen über Kosten nichts wert. Auf der Ebene der ÜNB scheint es besser zu laufen, als die öffentl. Wahrnehmung ist. 50Hertz hat in seinem Podcast erwähnt, dass sie allein in 2025 12 GW für Speicher verbindlich zugesagt haben. https://strom-zum-anfassen.podigee.io/36-neue-episode