Elektrine lite

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@Pistolenkind@wien.rocks

Post #3665665

2026-07-07 23:14 UTC

Die feline Sprache ist sehr spezifisch und kennt einen eigenen Begriff für den langsam wandernde warmen Fleck, der im Laufe des Tages über Boden, Fensterbank und Sofa zieht, dem sie folgen und sich im Schlaf justieren, um immer an der wärmsten Stelle zu fliegen. Dem Sapir-Whorf-Prinzip nach ist das ein wiederkehrendes Phänomen ihres Alltags, also aus ihrer Sicht ein benennenswertes Ding, so wie das Geräusch einer sich öffnenden Futterdose, oder der Moment kurz vor dem Sprung, auf den Menschen, der gerade aufstehen will. Bloß uns Menschen ist nichts davon geläufig. So wie Felinum mehr eine multimodale Sprache als eine rein vokale Sprache ist. Die Stimme ist nur ein Baustein. Der Körper trägt mindestens ebenso viel Information wie der Laut selbst. Jede Äußerung besteht aus mehreren Kanälen. Blickrichtung: Wen oder was meint sie? Ohrenstellung: Neugierig, gereizt, entspannt? Schwanzhaltung: Selbstbewusst, unsicher, aufgeregt? Körperhaltung: Einladung, Drohung oder Entspannung? Bewegung: Langsames Nähern oder plötzliches Erstarren? Laut: Miau, Keckern, Schnurren, Fauchen... Erst die Kombination ergibt die eigentliche Bedeutung und natürlich ist der Schwanz auch ein Satzzeichen.

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