Post #346378
2026-02-18 08:24 UTC
Die Älteren kennen das noch. Aber es ist nicht mehr so recht vorstellbar.
1992.
Man schaltet die Glotze aus, wirft Radio und Zeitung weg und die Welt hört einfach auf, auf einen einzuprasseln.
Wenn man allein ist, ist man allein, und nicht in der permanenten digitalen Enttäuschung des Verbundenseins-und-doch-Alleinseins des Internet. Eine Enttäuschung, die man heute in Hosentasche und am Handgelenk immer mit dabei haben kann.
Telefone sind angeleint, 1992. Wie Hunde an der Kette.
Das Tamagotchi, ein Gerät, das virtuell gefüttert werden will, just because… bringt Eltern im Jahr 1997 um den Verstand.
Lehrer sagen beim Abitur 2001: Später habt ihr auch nicht immer einen Taschenrechner dabei.
Heute: Die Forderungen des Tamagotchis sind harmlos gegenüber dem, was der kleine, von Aufmerksamkeitshandelsgroßkonzernen gesteuerte Taschengroßrechner nonstop, immer und permanent von uns will, wenn wir ihn nicht hart maßregeln, oder ihn gleich in die Ecke pfeffern.
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