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@andreas_tengicki@hessen.social

Post #3152457

2026-05-27 15:00 UTC

@mouchi@berlin.social @helenasteinhaus@kolektiva.social Personalisieren und Geschichten erzählen, wird seit mind. 30 Jahren als Zukunft des Journalismus beschworen und ist sein Untergang. Analyse geht an Beispielen nicht. Es geht um Strukturen und nicht um Menschen. Menschen sind nur anekdotische Evidenz.

Replies (1)

  • @Lapizistik@social.tchncs.de 2026-05-30 10:38

    @andreas_tengicki@hessen.social @mouchi@berlin.social @helenasteinhaus@kolektiva.social Ich denke das erfaßt das Problem nicht ganz. Für viele Menschen muß ich (auch) eine Geschichte, die sich an Personen, an Beispielen festmacht, erzählen. Rein auf Zahlen setzen erfordert zu viel Abstraktion. Aber _wenn_ ich eine Geschichte erzähle, bin ich auch dafür verantwortlich, was da beim Gegenüber ankommt. Ich muß sicherstellen, daß das Bild der Situation (den Zahlen, Forschungsstand, Tatsachen) entspricht, die Breite vermitteln, einordnen. Und das ist hohe Kunst, das ist aufwändig, da kann ich nicht einfach irgendwem ein Mikro hinhalten und das Ergebnis klickbait-fähig zusammenschneiden. Und ausführlich Extrembeispiele zeigen und dann einen Soziologie-Prof sagen lassen, daß man das differenziert betrachten müsse, reicht da nicht.

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