Post #3145042
2026-05-18 20:07 UTC
@marcozehe@norden.social Es ist faszinierend und macht mich andererseits auch sehr nachdenklich. Es kommen einfach keine Nazis drin vor. Unterschwellig ist immer ein bisschen Kritik am System dabei. Klar, es ist ein Roman, nicht wirklich ein Tatsachenbericht. Ich frage mich jetzt halt, ist das Teil der mangelhaften Vergangenheitsbewältigung in Deutschland, oder war das vielleicht wirklich so, dass so eine Mannschaft fernab der Heimat in Anführungszeichen einfach nur ihre Pflicht getan und sich nicht wirklich um Politik Gedanken gemacht hat? Andererseits ist das Boot voll mit Offizieren. (1/3)
Replies (1)
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@tschapajew@metalhead.club 2026-05-18 20:07
Und um dahin zu kommen, musstest du eigentlich ideologisch gefestigt sein. Krass finde ich auch diesen Kontrast zwischen der poetischen Bildsprache des Autors und dem Rauen oft sexualisierten Umgangston der Mannschaft. Er beschreibt seitenlang das Meer, den Himmel und die Wellen mit wundervollen Metaphern, wenn er dann wieder runter ins U-Boot klettert, erzählt er, dass es dort nach käsigem Penis riecht. ob die Lesung gekürzt ist weiß ich tatsächlich gerade nicht. Hab mir die von der DZ B ausgeliehen, gelesen von Walter Tschorn. Der Mann lebt ja auch schon ewig nicht mehr. Als Jugendlicher hat mir seine Stimme die Romane von Karl Mai vorgelesen. (2/3)