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@a_siebel@bildung.social

Post #2927490

2026-05-09 18:48 UTC

@nocci@punk.cyber77.de Ich verstehe schon den Gedanken - Ich denke, dass meine Perspektive eine andere ist: Wenn ich beschreiben würde, warum ich mich ehrenamtlich engagiere, dann ist das nicht nur ein WOLLEN, sondern auch eine Folgerung aus einem abgewandelten kategorischen Imperativ: "Handle möglichst so, dass die Maxime deines Willens Grundlage einer allgemeinen Verhaltensnorm sein könnte" Natürlich bin ich frei in meinem Handeln, aber ich sehe es auch als moralisches Gebot, mich zu engagieren.

Replies (1)

  • @nocci@punk.cyber77.de 2026-05-09 19:16

    @a_siebel@bildung.social Das mag für abled Personen durchaus zutreffen und ich glaube, dass der Bereich in dem ich mich aufhalte auch so agiert und denkt. Aber schau: ich bin seit Jahren aus Gründen in einer vollen Erwerbsminderung und den inneren Druck produktiv und "sinnvoll" zu sein, hat mir die ersten Jahre sehr viele schlaflose Nächte und sogar eine Form.von körperlichen Schmerz bereitet - weil ich wollte und nicht konnte, weil ich das Gefühl hatte nichts mehr wert zu sein, wenn ich der Gesellschaft nichts zurück geben kann. Sich dann oder überhaupt eingestehen zu dürfen, dass man eben nicht immer muss. Das es zu unser Freiheit gehört auch nicht produktiv sein zu "müssen" Daher darf ich heute auch sagen, dass ich will und auch im Rahmen meiner Möglichkeiten auch kann. Ich verstehe daher gleichwohl auch Deinen Gedanken und er ist nachvollziehbar, doch viele übersehen Dank eines moralischen Imperativs nach Kant, dass es diese anderen Lebensrealitäten gibt. Nach Kant dürfte man auch nicht lügen usw. - ich denke, dass der kI daher nicht Allgemeingültigkeit besitzt, auch wenn der Wunsch danach ein stückweit nachvollziehbar bleibt. Aber ich wollte nicht zu sehr abschweifen. Ich denke, dass wir beide in unser jeweiligen Lebensrealität recht haben können.

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