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@kallioke@bildung.social

Post #2770235

2026-03-14 15:53 UTC

Der Unterschied sieht so aus: Die existenzielle Bedrohung, die permanent über einem hängt, zerrüttet jegliches Gefühl von Sicherheit durch krankmachende Angst - vor dem Briefkasten, vor den Nachbarn, vor Behördenmitarbeitenden. Wenn z.B. im Verkehr eine Unachtsamkeit oder ein Missverständnis zu einem Anschiss führt, dann steckt man das nicht einfach weg. Dann geht oder fährt man weiter und bricht in Tränen aus. Und heult, wenn in einer Arztpraxis selbstverständliche Freundlichkeit geübt wird.

Replies (2)

  • @kallioke@bildung.social 2026-03-14 15:55

    Man versteckt die Tränen der Dankbarkeit, weil man sich auch dafür schämt, weil ein bisschen Stolz übrig ist. Man sieht es den Leuten nicht an. Weil sie vielleicht wie ich, immer noch privilegiert sind - oder so wirken. 3/4

    Open ##2770236

  • @unnon89@nrw.social 2026-03-14 18:48

    @kallioke@bildung.social Das fehlende Geld ist das eine, damit kann man lernen zu leben (als jemand der seit 14 Jahren Arbeitslos is sprech ich da aus Erfahrung <.<) aber das man von der Gesellschaft inzwischen als Belastung betrachtet wird, das man ständig fertig gemacht wird und das immer öfters und immer aggressiver Grundrechte genommen werden und das nur die wenigstens im Land sich dagegen stellen (aktuell ja nur noch die Linke), DAS ist was einen am Ende bricht.

    Open ##2770245