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@kossa@social.kollar.cloud

Post #2729952

2026-03-20 12:27 UTC

@lalonsander@chaos.social Mir fehlt bei der Kritik am Splitting immer die positive Erzählung, mit was man es ersetzt. Meine Frau hat Bock auf Karriere, ich litt immer unter der ökonomischen Verwertungslogik meiner Fähigkeiten. Durch Splitting kann ich Hausmann sein, sonst könnten wir es uns nicht leisten. Es befreit mich. Ich finde "wir schaffen das ab, dann sind alle zum (Vollzeit)Arbeiten gezwungen, um über die Runden zu kommen, das ist ein emanzipatorischer Schritt" keine progressive Erzählung.

Replies (1)

  • @kossa@social.kollar.cloud 2026-03-20 12:33

    @lalonsander@chaos.social Es gibt außerdem keinen Fall, wo das Nettoeinkommen des Haushalts stagniert oder sinkt, wenn der finanziell schwächere Part (mehr) arbeitet. Diese Lücke gibt es bei der Familienversicherung, die gehört diesbezüglich reformiert. Problematisch ist es, dass z.B. Kinderbetreuungskosten, die dadurch ggf. anfielen, höher sind als der Zuverdienst und es sich deshalb nicht lohnt. Aber dann ist die Baustelle doch, dass Kinderbetreuungskosten zu hoch sind (bzw. überhaupt existieren).

    Open ##2729953