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Post #2646693
2026-05-13 12:39 UTC
Wer kümmert sich eigentlich um diejenigen, die als Migrant:innen Pflegearbeit im Haushalt erbringen?
Millionen migrantische Live-In-Care-Arbeiter:innen sichern europaweit die Versorgung älterer Menschen – oft unter prekären Bedingungen. Viele arbeiten mit langen Arbeitszeiten, unsicherem sozialem Schutz und hoher emotionaler Belastung. Gleichzeitig lassen sie häufig eigene Kinder, Eltern oder Partner*innen in ihren Herkunftsländern zurück.
Was für viele Familien angesichts struktureller Lücken in Pflege- und Sozialsystemen eine notwendige Lösung ist, schafft für Care-Arbeiter*innen Lücken in der Versorgung – für sich selbst und für andere.
Care ist Arbeit. Care-Arbeit ist politisch. Care-Arbeit ist Teil einer globalen Care-Industrie.
Der neue Policy Brief von TraFaDy, einem europäischen Forschungsnetzwerk zu transnationalen Familien und Migration, zeigt, warum Live-In-Care nicht nur eine Frage der Pflege, sondern auch von sozialer Gerechtigkeit, Migration und Familienpolitik ist.
Zentrale Forderungen des Policy Briefs sind:
✓ faire Arbeitsbedingungen für Live-In Care-Arbeiter:innen
✓ soziale Absicherung über Grenzen hinweg
✓ stärkere Unterstützung für pflegende Familien
✓ europäische Lösungen für transnationale Care-Arbeit
Denn: Pflege darf nicht auf Unsichtbarkeit und Ungleichheit beruhen.
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