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Post #2586268
2026-05-05 10:41 UTC
Dass es trotz der z.Zt. exorbitant hohen Spritpreise nicht zu einem Autobahn-Tempolimit kommt, mag man bedauern - ich finde es jedenfalls falsch, denn nicht nur der Energieverbrauch könnte damit reduziert werden, auch würden sich damit sehr wahrscheinlich positive Auswirkungen auf Anzahl und Schwere von Unfällen ergeben. Und wer mittels Tempomat automatisch z.B. Tempo 130 fährt, stellt plötzlich fest, wie geruhsam und nervenschonend durchaus auch lange Strecken auf der Autobahn sein können.
Allerdings: Bundesverkehrsminister Schnieder hat nicht Unrecht, wenn er sagt: „Wer jetzt noch nicht kapiert hat, dass er bei 180 oder 200 auf der Autobahn den Tank viel schneller leer fährt und damit das Portemonnaie auch schneller leer macht als bei 120 oder 130, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Staat muss nicht überall die Nanny sein und jedem erklären, was gut und richtig ist. Ein Tempolimit halte ich daher für unnötig. Ich setze hier auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger."
Ein fehlendes Tempolimit bedeutet ja nicht, dass man schneller als 120 oder 130 km/h fahren muss, niemand ist daran gehindert, aus eigenem Verantwortungsbewusstsein langsamer zu fahren.
Und weil es vielfach in Vergessenheit geraten zu sein scheint: die Autobahnrichtgeschwindigkeit von 130 km/h gilt seit eh und je bis heute. Dabei ist wichtig: wer deutlich schneller als die Richtgeschwindigkeit fährt, muss gewärtigen, selbst bei eigentlich fremdverschuldetem Unfall auf einem Teil seines Schadens sitzenzubleiben, denn ein mehr als geringfügiges Überschreiten der Richtgeschwindigkeit wird von Versicherungen häufig als „Gefahrenerhöhung“ interpretiert. Und da ja wohl niemand seinem eigenen Geld böse ist, empfiehlt es sich auch aus diesem Grund, sich auf der Autobahn höchstens im Rahmen der Richtgeschwindigkeit 130 km/h fortzubewegen.
#Tempolimit #Richtgeschwindigkeit
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