Post #2575790
2026-04-12 09:52 UTC
@claudius@darmstadt.social @the_drifter@mastodon.social Kein Problem, ich hab lange Energiemanagement-Software für solche Szenarien gebaut. In DE gibt's da je nach Stromanbieter (der Netzbetreiber da eventuell auch was zu melden) verschiedene Varianten. Das sind im Endeffekt aber alles entsprechende gewerbliche Stromtarife.
Die einfachste Variante ist man bekommt einen Preis der an den Börsenpreis gekoppelt ist. Der Preis wird dann eher nicht negativ, aber einstellige Centbeträge pro kWh kommt vor. Dafür braucht man nicht viel Technik moderne Messeinrichtung + Zählerfernauslesung reichen. Kenne auch ein paar Firmen die sich wochends den billigen Strom in Batterien laden (> 500kWh) und damit dann die teuren Zeiträume unter der Woche überbrücken.
Variante zwei ist man bietet negative Regelleistung (aka Verbrauch) als Dienstleistung an. Dann muss dann halt richtig Strom verbrauchen (1MW und größer) damit man mitspielen darf. Z.B. Gießereien mit Induktions- oder Lichtbogenöfen die dann einfach auf Knopfdruck mehr Leistung abrufen können. Kommt dann aber mit Regulatorik. Man bekommt Fahrpläne oder sogar eine Fernwirkverbindung zum EVU das einem dann in Echtzeit sagt wie viel Leistung man ab zu rufen hat. Und man zahlt Strafen wenn man sich da nicht dran hält.
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