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@lupusalex@hessen.social

Post #2405777

2026-03-27 07:30 UTC

@moeria@norden.social Der Fall zeigt auch, warum Opfer es selten öffentlich machen. Jede Form von sexualisierter Gewalt ist ein Kontrollverlust. Und der erste Reflex ist es, diese Kontrolle über den eigenen Körper, die eigene Intimität wieder herzustellen. In dem sie an die Öffentlichkeit geht, gibt sie die Kontrolle wieder ab. Ihre Geschichte wird jetzt von vielen anderen erzählt, verfremdet, bewertet. Sie wird selbst Ziel von Anfeindungen, ja sogar Morddrohungen.

Replies (1)

  • @moeria@norden.social 2026-03-27 08:33

    @lupusalex@hessen.social Tatsächlich hat sie so oder so keine Kontrolle. Seit 10 Jahren musste sie das erleben, vor über einem Jahr dann die Hiobsbotschaft, dann Therapie, dann der Schritt an die Öffentlichkeit. Indem sie an die Öffentlichkeit geht, macht sie das Leid und die Ohnmacht angesichts der Taten nicht weg, aber sie gewinnt auf einer anderen Ebene Macht und Stärke, die auch anderen Opfern eine Stimme gibt und geeignet ist, zukünftiges Leid zu vermindern. Tatsächlich passiert sogar überraschend viel.

    Open ##2405778