Post #2361679
2026-04-21 07:48 UTC
@lucy_idk@mastodon.world
Da stimme ich dir zu. Jesus nannte "die Gier nach dem Geld die Wurzel allen Übels". Das trifft auf das kapitalistische Wirtschaftssystem voll und ganz zu. Nebenbei: auch der Materialist Karl Marx kam nicht umhin, in seinen Ausführungen über die Ware (Das Kapital, Bd 1, 1. Abschnitt, 4. Kapitel) von einem "Fetisch" zu sprechen, also etwas, was "angebetet" wird. Es hat also, je nach philosophischen System, das man selbst verwendet, geistliche oder geistige Bedeutung. Für eine Umfassende Lösung braucht es also sehr viel mehr als ein paar organisatorische Maßnahmen, weder im politischen, noch im ökonomischen System. Trotzdem, oder viel mehr: deswegen, müssen wir die Diskussion aufteilen. Was @carlamelee@chaos.social und ich da gerade diskutieren, ist tatsächlich nur eine Einzelheit in einer gewaltigen Diskussion. Und durchaus wichtig: es reicht bei weitem nicht aus, nur "die richtige Partei" zu wählen. Es reicht nicht aus, das Wahlsystem zu ändern, oder den Zuschnitt der Parlamente. Letztlich kommt bei allen Themen die ganz einfach Frage nach der Macht zum Vorschein.
Aber: um an der Frage etwas zu ändern, muss sich das Bewusstsein großer Teile der Bevölkerung ändern. Die AfD zum Beispiel bietet einen einfachen "Ausweg": mit der richtigen Führung wird alles gut. (Deren "Kritik" an Merkel hieß ja immer: falsche Führung)
Die Schwierigkeit ist auch, dass eine krasse Mehrheit der Bevölkerung gar nicht selber denken will, auch nicht in der Politik mitreden will, sondern nach Magier oder König sucht, der für sie alles "richtig macht" und sie von jeglicher Verantwortung enthebt.
Replies (0)
No replies.