Post #2211658
2026-03-18 00:15 UTC
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@Newstrujew@autistics.life 2026-03-18 01:12
@taupunkt@katholisch.social Ich war etwas verwirrt, warum du die beiden Interpretationen des Zionismus in einem Widerspruch zueinander siehst. Aber du meinst mit der Errichtung eines ethnonationalistischen Staates vermutlich einen überwiegend monokulturellen Staat wie Deutschland? Zionismus war eine sehr diverse Bewegung. Ich weiß dementsprechend nicht, ob es da nicht auch Strömungen gegeben hat, die einen Staat nur für Juden haben wollten. Aber das, was ich kenne, hatte schlicht einen Staat zum Ziel, wo Juden keine Minderheit mehr und entsprechend sicher vor Verfolgung sind. Israel ist ethnisch, kulturell und religiös sehr viel diverser als beispielsweise Deutschland - das sieht man schon an deren Parteienlandschaft. Netanjahu führt gerade eine Koalition aus fünf Parteien an, und das ist für Israel typisch. Ohnehin ist die zionistische Bewegung Vergangenheit, sie hat ihr Ziel vor fast acht Jahrzehnten erreicht. Mir ist aktuell keine zionistische Bewegung bekannt, und auch die Antizionisten sagen nicht, wen sie überhaupt meinen. Man könnte allenfalls sagen, die Siedler im Westjordanland wären zionistisch motiviert. Aber selbst diese Interpretation ist fraglich, denn es scheinen hier eher Nationalismus und zum Teil religiöser Fanatismus eine Rolle zu spielen. Was ich heute als Zionismus kenne, ist bloß die Idee, dass Israel weiterbestehen sollte. Diese wird von der überwiegenden Mehrheit aller Juden (nicht nur in Israel) geteilt. Ein Erik Uden hat dann natürlich völlig andere Ideen, was Zionismus sein sollte. Na gut, er muss es ja auch wissen, weil... ich weiß nicht, weil weißer Deutscher? /s