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@KalleWirsch@federation.network

Post #2131494

2026-04-21 07:49 UTC

@thoralf@soc.umrath.net Natürlich sind sie selbst schuld. Aber die Entwicklung geht in vielen liberalen Demokratiet in diese Richtung. Und ich finde das eigentlich auch gar nicht verkehrt, weil die Parteien so klarere Positionen verteten und die Kompromissfindung erst nach der Wahl durch die Bürger*innen stattfindet und nicht im Vorfeld in Parteigremien. Letztlich sind mehrere kleine und mittelgroße Parteien demkratischer, weil so der Willen der Bürger*innen besser abgebildet wird. Natürlich braucht das mehr Kompromissbereitschaft in den Parteien, aber auch mehr Akzeptanz von Kompromissen bei den Wähler*innen. Hier in Dänemark läuft das mEn ganz gut. Viele Parteien im Parlament, eine breitere Koalitionsbereitschaft und eine breitere Einbeziehung der Opposition in Gesetze. Allerdings auch eine geringere Hürde von 2%.

Replies (2)

  • @tux0r@layer8.space 2026-04-21 21:33

    @KalleWirsch @thoralf Die Fünf-Prozent-Hürde, die 1949 gegen das Votum der KPD von den anderen Parteien beschlossen wurde, fällt ihnen mittlerweile hier und da auf die Füße. Mich amüsiert das. Ich halte diese Hürde auch für nicht mehr zeitgemäß. In Deutschland werden kommunal Vier-Parteien-Koalitionen geschmiedet, aber die 5% müssen aufrechterhalten bleiben, um Zersplitterung zu vermeiden, argumentieren große Parteien gern. Was für ein absoluter Brainfuck. YMMV.

    Open ##2131495

  • @bair@troet.cafe 2026-04-22 05:20

    @KalleWirsch @thoralf Dänemark ist in einer anderen Situation, es hängt nicht so sehr am Tropf alter Industrien (??) und kann sich auch aufgrund der Größe schneller modernisieren. Zudem scheint es von außen eine höhere "Homogenität" zu geben, inklusive nahezu rassistischer Einwanderungsvermeidung. Durch all das sehen die inneren, politischen Konflikte zumindest milder aus und die Parteien Könnt so Kompromisse eingehen.

    Open ##2131504