@Zahlenzauberin@dresden.network
Post #1930873
2026-04-09 07:44 UTC
@KuMiKoe ich glaube es ist zumindest zum Teil einfach kein vertrauen in die Demokratie. Und ich kann das teilweise sogar nachvollziehen. Als meine Schwiegereltern so alt waren wie ich ist ihnen der Staat auf dessen Versprechungen sie ihr ganzes Leben aufgebaut hatten verlustig gegangen und sie haben nie wieder so recht einen Fuß auf den Boden bekommen und wer garantiert ihnen, dass das nicht wieder passiert.
Zusätzlich ist Demokratie etwas was gelernt werden muss von möglichst Anfang an, und die Strukturen in denen viele Westdeutsche das getan haben, Sport- und Musikvereine, Parteien, Gewerkschaften...
waren auch erstmal weg weil vieles über die Betriebe lief oder nicht gut gelitten wegen ihrer Geschichte in der DDR.
Replies (2)
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@BeeDoubleYou@norden.social 2026-04-09 09:50
@Zahlenzauberin @KuMiKoe Zivilgesellschaftliches Engagement ist wirklich ein Thema. In der DDR hat ja der Staat alles organisiert - und so schauen auch heute im Osten viele "nach oben" und warten drauf, dass jemand ihre Probleme richtet und kommen gar nicht auf die Idee, dass sie selbst, vielleicht zusammen mit Nachbarn, etwas tun könnten. In meinem Heimatdorf z.B. ist ein Baudenkmal jahrzehntelang verfallen - da musste erst ein "Wessi" kommen, es kaufen und einen Verein gründen...
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@wauz@mastodon.de 2026-04-10 15:40
@Zahlenzauberin Die "erlernte Demokratie" ist ein Einhorn. Und das Horn ist aufgeklebt. @KuMiKoe