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@svenscholz@mastodon.social

Post #1804956

2026-04-29 20:03 UTC

Ich hab da ja schon seit langem so eine These, warum Konservative so irrational kurzsichtig agieren, wie sie agieren. Ich habs nur noch nie aufgeschrieben. Bis heute. Ich habe versucht, mich kurz zu halten, ansonsten wärs locker doppelt so lang geworden. Im Prinzip geht es darum, dass das konservative Weltbild kein Konzept von "Zukunft" zu kennen scheint, das für sie greifbar genug wäre, um ihr Handeln auf eine solche ausrichten zu können. Let me explain... https://svenscholz.de/index.php/konservative-kennen-keine-zukunft/ #CDU

Replies (8)

  • @eris2cats@chaos.social 2026-04-29 20:08

    @svenscholz schön geschrieben

    Open ##2010070

  • @grob@mstdn.social 2026-04-29 21:29

    @svenscholz ich weiß gerade nicht mehr, wo ich das her habe: Faschismus ist in der Angst vorm Verschwinden begründet. Oder wars Rassismus? Ich kriegs nicht mehr zusammen. Aber passt zu deinen Beobachtungen.

    Open ##2010073

  • @kdm123@mastodon.social 2026-04-30 00:55

    @svenscholz Solche Behauptungen sind genauso Populismus und Kliches.

    Open ##2010076

  • @Thore@mastodon.social 2026-04-30 05:51

    @svenscholz Interessante These. Ich möchte den Aspekt des Gottvertrauens ergänzen: Viele Konservative sehen sich als nach Gottes Ebenbild geformt, also quasi auserwählt. Darum sind auch die Privilegien des "Alten Weißen Mannes" sakrosankt. Darum ist es auch überflüssig, sich mit Atommüll oder der Klimakrise zu befassen, weil Gott seine Auserwählten ohnehin retten wird

    Open ##2010080

  • @zombiecide@polyglot.city 2026-04-30 06:03

    @svenscholz Hm. Also, ich kann mir 'Zukunft' durch Projektion des erfahrenen Jetzt oder meiner Wünsche kaum vorstellen. Höchstens zwei Wochen, oft weniger, weil die möglichen Einflüsse zu stark und komplex werden. Also helfe ich mir durch analytisches Denken was die Welt angeht, und akzeptiere dass ich nicht für meine persönliche Zukunft planen kann, sondern möglichst für verschiedene Situationen vorbereitet sein muss. Nachbar hat mit 13 'gewusst': Ausbildung, Hochzeit mit 20, zwei Kinder

    Open ##2010082

  • @manes@social.cologne 2026-05-06 20:42

    @svenscholz@mastodon.social Du wolltest nicht schreiben, was du schrubst: "E-Fuels versprechen, dass sich die Verbrenner-Technik, bis es sie „irgendwann in passenden Mengen“ gäbe, nicht verändern muss" Wenn es efuels in ausreichendem Maße geben könnte, gäbe es doch keine Notwendigkeit für Änderungen am Verbrenner.

    Open ##2180392

  • @svenscholz@mastodon.social danke für die gedanken - nur irgendwie sehr verkürztes bild von „die konservativen“ und „die progressiven“ - es gibt progressiven kapitalismus; anarchokapitalismus und libertäre kräfte. auch gibt es dinge, die wichtig sind zu konservieren - infrastruktur, soziale-, institutionelle und demokratische errungenschaften. kurz: die konklusion ist etwas zu verklärt für unser aktuelles zeitgeschehen

    Open ##2861367

  • @ard_the_rich@mastodon.art 2026-05-19 12:58

    @svenscholz@mastodon.social sehr schöne Zusammenfassung, danke! Ich mochte noch etwas zur Sprache hinzufügen, weil sie so schön entlarvend ist: Konservative reden gewöhnlich über Änderungen, z.B. "Stärkung von", "Verbesserung der", "mehr/weniger von". Diese Änderungen implizieren immer den Jetzt-Zustand als notwendige Gedankengrundlage. (Bzw. Vergangenheit, wie bei "Wiedereinführung") Ziele, die frei in der Zukunft stehen, findet man nicht, z.B. "starke ...", "gute ...", "genug von ...". Stimmt's?

    Open ##2861373