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@jensscholz@mastodon.social

Post #1780869

2026-04-18 12:48 UTC

Wenn man uns also vergessen lassen will, dass die Aufgabe eines Staates ist, ein Solidarsystem zu stellen, das all seinen Bürger*innen ein selbständiges, freies und sicheres Leben ermöglicht, dann muss man das Problem verschieben: Daher erklärt man einmal die soziale Sicherheit für alle zu individuellem Luxus (Geschenke) und zum anderen das knappe Geld zum Naturgesetz. Und schon fragt niemand mehr, warum wir nicht einfach das Geld da holen, wo es sich seit über 30 Jahren ungestört anhäuft.

Replies (2)

  • @jensscholz@mastodon.social 2026-04-18 12:48

    Das entlarvt auch, wer hier eigentlich tatsächlich "Geschenke" bekommt, es wird ja nicht nur die automatische Vermehrung von Vermögen besser beschützt als der Lohn für tatsächliche Arbeit. Das Solidarsystem gibt es also noch, es ist aber auf den Kopf gestellt weil die Kosten immer von allen getragen, Gewinne aber nicht mehr geteilt werden. Und das interessante daran ist: Das zu ändern ist noch gar nicht "Links" oder "Rechts" sondern das ist eigentlich unser System wie es im Grundgesetz steht.

    Open ##1780870

  • @jensscholz Der Staat bräuchte sich nicht einmal Geld irgendwo holen, denn die Druckerpresse steht im Keller vom Staat. Durch die Eurozone sieht das alles unendlich viel komplizierter aus, im Endeffekt ist es aber exakt so simpel. Wenn Du Geburtstagseinladungen verschickst, brauchst Du die auch nicht vorher irgendwem wegnehmen. Genau so funktioniert Fiat-Geld. Alles wofür angeblich kein Geld da ist, sind politische Entscheidungen. Das heißt nicht, dass wir unbegrenzt alles tun können, was wir wollen, aber der Grund dafür sind endliche reale Ressourcen, nie das fehlende Geld! #MMT

    Open ##1780914