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@jensscholz@mastodon.social

Post #1780867

2026-04-18 12:47 UTC

2. Dass der Staat "zu wenig Geld" hat liegt nicht daran, dass er zu viele Sozialleistungen zahlen muss. Wenn in der Reihenfolge Einnahmen > Ausgaben die Ausgaben steigen, kommt ja zuerst mal die Frage, wie ich mehr Einnahmen generiere, nicht wie ich die Ausgaben kürze. Und auf dieser Seite hat der Staat viel mehr und bessere Hebel als auf der anderen Seite, zum Beispiel Vermögenssteuer, Übergewinnabgaben, Erbschaftssteuer - jede Menge Einnahmequellen, die niemandem die Lebensgrundlage entziehen.

Replies (4)

  • @jensscholz@mastodon.social 2026-04-18 12:47

    3. "Wirtschaft" ist für einen Staat kein Selbstzweck: Seine Souveräne sind die Bürger*innen, nicht seine Konzerne. Klar ist es gut, wenn die Geld verdienen, aber Wohlstand wird nicht in Unternehmensgewinnen oder im angehäuftem Reichtum Weniger gemessen, sondern daran, wie gut es allen Bürger*innen geht. Wenn ein Staat also irgendwo Geld wegnehmen muss, dann dort, wo es im Überfluss ist, nicht dort, wo es bereits jetzt schon zu wenig ist.

    Open ##1780868

  • @zauberlaus@chaos.social 2026-04-18 13:55

    @jensscholz es ist viel irrer https://www.taxresearch.org.uk/Blog/2026/03/02/tax-does-not-fund-spending/

    Open ##1780926

  • @flbact@social.anoxinon.de 2026-04-18 22:40

    @jensscholz "Geld war noch nie knapp." –Ulrike Herrmann

    Open ##1780927

  • @jensscholz Die Reihenfolge "erst einnehmen, dann ausgeben" ist falsch für einen Staat: Er kann kein Geld einnehmen, was seine Zentralbank nicht zuvor ausgegeben hat! Die Commerzbank könnte nicht einfach Geld schöpfen, und damit die Steuern ihrer besten Stammkunden zu bezahlen. (-> eine Schande dass dieser simple und entscheidende Zusammenhang kein Schulstoff ist). @thorsten4future

    Open ##1780928