Post #1775667
2026-04-29 12:57 UTC
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@z428@social.lol 2026-04-29 13:14
@JamesBont Ich bin unsicher, inwieweit so etwas wie YouTube jemals eine tragfähige Finanzierung hatte, völlig ungeachtet der Frage, ob bzw dass ab einem gewissen Punkt knallharte Gewinnmaximierung einsetzte. Die Frage ist doch: Das Zeugs kostet Geld. Hardware, Energie, Netzwerk-Anbindung, Betrieb durch Menschen, Entwicklung von Software, ... . Das gibt's nicht geschenkt. Das wird noch interessanter, wenn wir an die Hardware gewisse Anforderungen stellen, die wir derzeit meist geflissentlich ignorieren (siehe etwa die Themen, die Fairphone auf dem Tisch hat - konfliktfreie / unterdrückungsfreie Lieferketten). Und das wird auch noch interessant, wenn wir davon ausgehen, dass Entwicklung und Betrieb von Software durch irgendwen erfolgen sollte, idealerweise nicht durch jemanden, der sich das als pro-bono-Arbeit leisten kann, weil er einen gut dotierten Dayjob bei irgendeiner Firma hat, die diesbezüglich weder Skrupel noch Beschränkungen kennt. Insofern weiß ich nicht, wovon die Gesellschaft mehr Nutzen hätte - von Diensten, die für die Anwender kostenlos sind, oder von Diensten, die all diese Dinge versuchen im Blick zu halten, dafür aber (wie das bei Fairtrade-Kleidung, -Lebensmitteln oder auch Agrarprodukten aus ökologisch-nachhaltigem Anbau der Fall ist) im Vergleich zu den "konventionellen" Produkten erstmal einen deutlich höheren Preis mit sich bringen...? (Ob man die Kosten über Nutzungsgebühren oder Steuern oder was-auch-immer finanziert, scheint mir eine nachgelagerte Frage zu sein. Bin ja eigentlich ein Freund der Idee, kritische Infrastruktur in gesellschaftlicher Hand zu lassen und auch durch die Gesellschaft zu finanzieren, aber da sehe ich uns momentan an noch elementareren Themen - Gesundheitsvorsorge, Bildung, ... - optimierungsbedürftig aufgestellt.) @MetaGer @Horschtel