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@kleines_z@queer.group

Post #1706868

2026-04-14 16:44 UTC

@daswarkeinhuhn @Rhabarberbaer Zustimmung, aber: Es wird immer mehr Standard, Schwangeren, insbesondere bei so genannten Risiko-Schwangerschaften, Pränataldiagnostik so sehr nahezulegen, dass es echt schwierig wird, dazu "nein" zu sagen. Schwangere kommen unter richtigen Rechtfertigungsdruck, wenn sie nicht vor der Geburt über die Chromosomen des Fötus Bescheid wissen wollen. Und wenn so eine Untersuchung dann ergibt, dass eine Behinderung vorliegt, wird oft sehr selbstverständlich davon ausgegangen, dass in der Folge eine Abtreibung angesagt ist. Dafür bekommen Schwangere in dieser Situation viel leichter Beratung und Unterstützung als zum Thema Leben mit einem behinderten Kind. Nachdem mein Neffe (mit Downsyndrom) geboren wurde und ich auf meiner damaligen Arbeit davon erzählt habe, war die Reaktion eines Kollegen: "Dass sowas heutzutage noch sein muss..." Und viele, viele Ärzt*innen sehen das leider ähnlich und beraten dementsprechend. Das ist m. E. auch unvereinbar mit Selbstbestimmung, denn wertneutrale Beratung und Unterstützung fehlen.

Replies (2)

  • @Rhabarberbaer@norden.social 2026-04-14 16:53

    @kleines_z Ja, volle Zustimmung. Die schwangere Person steht häufig von allen Seiten umter Druck und muss dann Entscheidungen treffen, während sich die Gesellschaft wegduckt. @daswarkeinhuhn

    Open ##1706869

  • @daswarkeinhuhn@netzkae.se 2026-04-14 16:54

    @kleines_z@queer.group @Rhabarberbaer@norden.social Das stimmt selbstverständlich auch alles - vor allem, dass Selbstbestimmung auch von Voruntersuchungszwängen untergraben werden kann; geschweige denn eine vermeintlich "falsche" Entscheidung daraufhin. Danke dir für diesen Blickwinkel 💜

    Open ##1706870