Post #1698969
2026-03-04 11:42 UTC
@hundhamm
Das fühlt sich nur so unzureichend an.
Ich hab das innere Bedürfnis Hassmails zu beantworten und die Schreiberlinge - im Rahmen des Möglichen - in die Mangel zu nehmen.
Ich finde ja generell bei komplexen Themen einfach eine Meinung zu haben. Aber die ist halt nicht selten deswegen falsch. Sich solchen Themen immer von der menschlichen, empathischen und unmittelbaren Seite zu nähern ist gar nicht so einfach, weil es ja da schon offensichtlich anfeindungen gibt.
Das Vorfeld ist kaum besser. Kann man grade live am Irankrieg beobachten. Zuletzt an der Vielfalt der Überschriften zu der zerbombten Schule.
Ich muss da immer an den Witz ausm Kalten Krieg denken, wo sich Nato- und UDSSR-diplomat treffen. Sagt der nato-diplomat: Eure Propaganda ist schon wirklich beeindruckend. Antwort von der anderen Seite: Ja das stimmt. Wir haben sehr gute Propaganda. Aber sie ist nichts im Vergleich zu eurer.
Sagt der Natodiplomat: Wir haben doch gar keine Propaganda.
This is the point. Du siehsts nicht, weil du mitten drin bist und kommst nicht raus, weil du gar nicht merkst, dass du irgendwo drin bist. Wenn du mit Empathie arbeiten kannst, wirkt viel von der (nicht)propaganda einfach nicht, weil man den menschen am Einschlagort der bombe sieht. Egal ob die explodierende Bombe oder die Hassmail. Beides richtet schaden an und ist nicht konstruktiv im Sinne einer auseinandersetzung.
🙄😤
@BlumeEvolution
Replies (1)
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@hundhamm@muenchen.social 2026-03-04 18:22
@Mayleen @BlumeEvolution Auch wenn ich das Bedürfnis nachvollziehen kann, halte ich es für wenig zielführend. Hater sind oft verbohrt. In meinen Augen gilt es die Angegriffenen zu unterstützen. Mitgefühl ausdrücken, Hilfe anbieten. Hinweis auf HateAid. Wenn ich keine Angst habe selbst zum Ziel zu werden öffentlich auftreten. Nur kurz dem Ansinnen der Hater widersprechen. Zeigen, dass ich anderer Meinung bin. Damit Mitlesende sehen: Das geplante Opfer ist nicht allein.