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@lazou@kanoa.de

Post #1452502

2026-04-06 09:13 UTC

@Underfaker Die Aussage, dass das Thema naiv und unzureichend beleuchtet sei, kann ich so nicht teilen. Ich verstehe den Punkt, aber für mich greift das auch zu kurz. KI nimmt dir nicht das Denken ab – sie folgt dem, was du vorgibst. Ob Verständnis verloren geht oder sogar schneller aufgebaut wird, entscheidet am Ende der Nutzer selbst. Wenn ich KI nur nutze, um schnell Ergebnisse zu bekommen, ohne sie zu hinterfragen, baue ich natürlich keine Tiefe auf. Wenn ich sie gezielt einsetze, um Zusammenhänge zu verstehen, Alternativen zu vergleichen und Lösungen zu validieren, kann sie den Lernprozess sogar beschleunigen. Das eigentliche Problem ist aus meiner Sicht nicht die KI, sondern wie sie eingesetzt wird – und welche Rahmenbedingungen (z. B. Zeitdruck) dahinterstehen. KI verstärkt vorhandenes Verhalten, ersetzt aber keine fachliche Verantwortung. Am Ende bleibt es dabei: Die Qualität kommt nicht von der KI, sondern vom Menschen, der sie nutzt. @kuketzblog

Replies (1)

  • @dramfugin@social.tchncs.de 2026-04-09 09:23

    @lazou@kanoa.de @Underfaker@mastodon.social @kuketzblog@social.tchncs.de Man muss hier bedenken, dass nun eine ganze Generation damit aufwächst ihr eigenes Denken an ein Tool abzugeben. Denn warum sollte ein Teenager sich tiefgreifende Gedanken über Thema X machen, wenn er/sie auch einfach die KI nutzen kann? In dem Alter ist ALLES wichtiger als das, was man für die Schule tun "muss". Wir Dozenten merken JETZT schon, dass die Leute, die an der Uni ankommen, zunehmend Schwierigkeiten haben originäre Gedanken zu entwickeln. Von der Aufmerksamkeitsspanne ganz zu schweigen; auch wenn das wohl andere Ursachen hat. Kein Wunder, die haben sich das in den letzten paar Jahren abtrainiert. Wird spannend wenn die erst Generation hier aufschlägt, die das Muster dann seit der Kindheit gefahren ist. Lösung? Keine Ahnung ehrlich gesagt.

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